1891-1990
Der sachlich kühle Romantiker

Gesellschaftliche / Religöse Themen

Muss es immer erst zum Äußersten kommen

Aus dem OEuvre von Hans Ludwig Fischer-Nienburg treten besonders mehrere außergewöhnliche großformatige Werke hervor, die sich auf mehreren Ebenen erleben und erzählen lassen. Eine dieser Ebenen sind ihre Namen:

"Der Sturm"
"Verbrannte Erde"
"Sein letzter Sieg"
Diese ergeben das Triptychon
"Kriegsende"
"Deutsche Passion"
"Auf der Fluch"t und "Was und blieb" 
"Der Heimkehrer" 
"Der Schieber" 
und zu guter Letzt muss noch noch
"Moses" 

Alle haben eines gemeinsam: Die Erlebnisse und Erfahrungen eines Überlebenden beider Weltkriege und zweier Imperien. Wer diese aufwühlenden Darstellungen sieht, will sich unweigerlich nicht vorstellen, was der Künstler in der Realität alles gesehen haben muss, um solches so plastisch auf die Leinwand zu bringen.
Für dieses Erleben musste er seine Kunst unfreiwillig ablegen, weil das System ihn ohne Wenn und Aber zum Einsatz zwang.

Schon nach den Erfahrungen des Ersten Weltkrieges war für HLF das Malen das wichtigste Mittel der Verarbeitung des Erlebten. Daraus entstand der alte Mann, der auf dem Berg sitzt und verärgert ist über sein Volk. ("Moses"). Die Schäden des Zweiten Weltkriegs an der ersten Fassung übermalte er, nun wirkt Moses noch wütender und zorniger.

Gespickt mit bitterböser Ironie und Anklagen ist zum Beispiel der "Schieber" mit all seinen kleinen Details. Hier soll nur eines der vielen Details erwähnt werden. Die Frau des Schiebers, die sich absichtlich elend blass fahl geschminkt hat, damit sie mitleidend erscheint, ihre Haltung ist nur Verachtung.

Das Triptychon "Kriegsende", könnte fast den Untertitel tragen "Glaube Liebe Hoffnung". Dieser Subtext wird durch die einzelnen Titel und Motive zerstückelt.
Glaube und der "Sturm" auf dem See Genezareth, die Liebe ist die "Verbrannte Erde" und die Hoffnung ist "Sein letzter Sieg".
Der auf den Endsieg an spielte und am Ende die totale Zerstörung brachte. Der einzige Sieger ist nur der Tod. Kann daraus Hoffnung wachsen!?
Hat dieses Paar mit Kind auf dem Arm noch Hoffnung, denn alles um sie ist doch nur "Verbrannte Erde", sie haben nur sich und ihre Liebe.

"Der Heimkehrer" spiegelt die Ungewissheit eines "verlorenen Sohnes" wieder der nicht weiß was ihn erwartete dort wo einst sein Zuhause war.

Das Tryptophan "Kriegsende", die "Deutsche Passion" und der "Schieber" sind zusammen klare Mahner gegen jede Art von Krieg und Tyrannei sowie ein Plädoyer für den Frieden. 

   
Triptychon Kriegsende
Öl auf Leinwand
Deutsche Passion
Öl auf Leinwand
Der Schieber
Öl auf Leinwand
Der Heimkehrer
Öl auf Leinwand
Moses
Öl auf Leinwand
     
     
     

“Die Hirten auf dem Felde” oder einfach die “Verkündigung”

Dieses Motiv der Hoffnung gibt es in 3 Varianten. Die erste Variante, die mit der groben Pinselführung, enthält schon alle wichtigen Elemente: 

die Demut

das Bedenken

der Aufbruch

Diese drei Elemente sind die Grundlage für die Hoffnung, die von der Botschaft ausgeht:

“Fürchtet euch nicht, ich bringe euch große Freude”

In der zweiten Variante sind die Landschaft und das Umfeld unwichtig. Im Vordergrund stehen nun genau diese drei Elemente der Hoffnung.

Ganz nahe am Betrachter ist der Hirte “der Bedenkende”, der genau wissen will, was er da sieht und hört. Direkt hinter ihm ist der Hirtenjunge “der Aufbruch”, der aus lauter Neugier und Tatendrang alles stehen und liegen lässt und fast schon auf dem Weg ist. Der dritte Hirte ist “die Demut”, fast ohne hinzuschauen ist er demütig vor dem großen Ganzen, ob er auch wirklich die Botschaft hört oder vor Furcht sich einfach nur ganz klein macht.

In der dritten Variante ist wieder die ganze Szenerie zu sehen und die Haltungen der Hirten sind nicht mehr so kompakt. 

Diese Szenerie ist im bäuerlichen Milieu der einfachen Leute vom Lande, um die 20. Jahrhundertwende gehalten. Eine Szenerie, die Hans Ludwig sicher ähnlich in seiner Jugend gesehen hat. Nur die Berge im Hintergrund sind Teile einer Landschaft aus seinen Reisen durch ferne Länder.

Die Kernaussage dieser Szenerie ist:
In den dunkelsten Momenten deines Lebens kannst du Hoffnung finden, indem  du dich nicht deinem Schicksal hingibt, sondern die Lichter um dich herum wahrnimmst und die Energie empfängst, um einen Schritt nach vorne zu gehen und lasse die Dunkelheit hinter dir. Diese Schritte in die Zukunft werden begleitet von der Hoffnung.

“Die Hirten auf dem Felde” oder einfach die “Verkündigung”

Öl auf Pappe bzw. Leinwand

Dieses Motiv der Hoffnung gibt es in 3 Varianten. Die erste Variante, die mit der groben Pinselführung, enthält schon alle wichtigen Elemente: 

das Bedenken

der Aufbruch

Diese drei Elemente sind die Grundlage für die Hoffnung, die von der Botschaft ausgeht:

“Fürchtet euch nicht, ich bringe euch große Freude”

In der zweiten Variante sind die Landschaft und das Umfeld unwichtig. Im Vordergrund stehen nun genau diese drei Elemente der Hoffnung.

In der dritten Variante ist wieder die ganze Szenerie zu sehen und die Haltungen der Hirten sind nicht mehr so kompakt. 

Diese Szenerie ist im bäuerlichen Milieu der einfachen Leute vom Lande, um die 20. Jahrhundertwende gehalten. Eine Szenerie, die Hans Ludwig sicher ähnlich in seiner Jugend gesehen hat. Nur die Berge im Hintergrund sind Teile einer Landschaft aus seinen Reisen durch ferne Länder.

Die Kernaussage dieser Szenerie ist:
In den dunkelsten Momenten deines Lebens kannst du Hoffnung finden, indem  du dich nicht deinem Schicksal hingibt, sondern die Lichter um dich herum wahrnimmst und die Energie empfängst, um einen Schritt nach vorne zu gehen und lasse die Dunkelheit hinter dir. Diese Schritte in die Zukunft werden begleitet von der Hoffnung.

“Die Hirten auf dem Felde” oder einfach die “Verkündigung”

Öl auf Pappe bzw. Leinwand
Die Hirten auf dem Felde
1954 Öl auf Pappe
Die Verkündigung bei den Hirten auf dem Felde
1954 Öl auf Leinwand
Die Verkündigung
1954 Ol auf Leinwand
Was uns blieb und der Weg dahin

Über die Jahre seines Schaffens tauchte ein Sujet immer wieder auf, das der Mutter mit Kind. Ob in den Werken “Was uns blieb", die einmal die Flucht und Vertreibung  zeigen, mit dem Unterton “Wir haben überlebt und sind zusammen”. Besonders schon in der Ölskizze ganz links ist all der Schmerz, das Leid und das Elend fast physisch zu spüren. Mit der Zeit kommt auch die Verklärung und die Bilder der Vergangenheit werden romantischer.

Viele Jahre vorher war die Welt noch in Ordnung und in dieser Zeit entstanden diese intimen Skizzen. Aus denen wohl keine großen Werke wurden, wenn ja, sind diese wohl zerstört. 

Ganz im Gefühl dieser intimen Momente sind die stillenden und kosenden Mütter entstanden. Beim Betrachten wird jeder ganz ruhig, denn stören möchte man diese innigen Gefühle nicht.

Bevor es zur Mutterschaft kommt, gibt es noch die romantischen Legenden der heilenden Quellen, wenn sie in bestimmten Nächten besucht werden, dann ist das Mutterwerden gesichert.
Das linke Werk ist nur noch als Foto vorhanden, denn dieses Werk ist verschwunden. Die anderen beiden Werke sind in späteren Jahren entstanden.

Öl/Feder/Radierung auf Leinwand/Pappe/Papier